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An der Mitgliederversammlung des Consulting Clusters konnte Dr. Thomas Bauer, Präsident des Verwaltungsrates der FINMA, als Gastreferent begrüsst werden. In seinem spannenden Referat stellte Dr. Bauer den Teilnehmenden die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht genauer vor und brachte so die FINMA den Zuhörerinnen und Zuhörer näher.

Gleich zu Beginn des Referats kam er auf das oberste Ziel der FINMA, den Kundenschutz zu sprechen. Gemeint sei damit nicht der individuelle Schutz des Einzelnen, so Bauer, sondern ein systembezogener Schutz. Sprich: Systemschutz und Institutsschutz der Finanzindustrie sind nachgelagerte Ziele, um das Primärziel zu erfüllen. Ein Blick zurück zu den Ereignissen rund um den Zusammenbruch der Spar+Leihkasse Thun verdeutlicht die Notwendigkeit eines solchen Schutzsystems. Und so verwundert es denn auch nicht, dass die genannten Schutzvorrichtungen basierend auf diesem Worstcase-Szenario entstanden sind. Wichtig zu wissen ist, dass die Regulierung der Finanzindustrie eine Nebentätigkeit darstellt, um die Lücke zu schliessen, wenn die Gesetzgebung nicht klar ist.

In seinem Referat ging Dr. Bauer ebenfalls auf die Unterschiede der FINMA zu ähnlichen Organisationen in Europa oder den USA ein. Auch wenn der Umfang der Regulatorien in der Schweiz, gemessen an der Anzahl Seiten, in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat; im Vergleich zu anderen Behörden ist der Umfang in der Schweiz gemäss Dr. Thomas Bauer sehr übersichtlich, von einer lähmenden Regulierung sei man weit entfernt. Dies sei nur dank der prinzipienbasierten Regulierung möglich, so Dr. Bauer: Die FINMA gibt die Ziele vor, die Unternehmen sagen, wie sie die Ziele erreichen wollen. Die FINMA überwacht, ob dies dem Gesetz entspricht. Was zur Folge hat, dass die Seiten-Anzahl der FINMA-Regulierung im internationalen Vergleich deutlich tiefer ist.

Im Referat von Dr. Bauer konnte ein positives Zeichen für die Schweizer Volkswirtschaft und die Stabilität der Banken aufgezeigt werden, und dass es auch künftig möglich sein wird, ein internationales Geschäft betreiben zu können.