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Am 12. Juni 2017 trafen sich 120 Mitglieder des Consulting Clusters und EXPERTsuisse im Hotel Schweizerhof Bern zum Referat von Mike Schwede, dem Schweizer Social Media-Pionier.

Mike Schwede erklärt die Sozialen Medien, deren stärken, schwächen und Reichweite

Mike Schwede widmete sich in seinem Vortrag den drei Themenbereichen “Strategien”, “Insights für die Umsetzung” und “Self Marketing”. Insbesondere beim Thema Self-Marketing unterstrich Mike Schwede den Sinn und Nutzen für Consultants: Die sozialen Medien würden Aufmerksamkeit schaffen und helfen, sich bei der Zielgruppe als Absender von Botschaften und mit dem Teilen von Knowhow immer wieder in Erinnerung zu rufen. „Inhalt ist dabei weniger wichtig als Form“, sagte Mike Schwede und führte aus, dass das richtige Format in Social Media entscheidend sei. Insbesondere das Medium Video sei ganz zentral, womit auch die Videokompetenz zunehmend an Wichtigkeit gewinne. “Ein Video darf ruhig auch spontan sein”, so Schwede. Persönliche Erfahrungen seien wichtiger als Studien und Zahlen. Entsprechend glaube man Fachspezialisten und Mitarbeitenden in den sozialen Medien heute mehr als dem Pressesprecher. “Noch besser als Post’s von Mitarbeitenden ist der User Generated Content, wenn es um die Glaubwürdigkeit geht”, so Schwede. Instagram-Fotos oder Videos von Usern seien für Unternehmen deshalb unbezahlbar. Um User dazu zu bringen, auf Social Media beispielsweise für Produkte, Tourismusregionen oder einen Event zu “werben”, sei jedoch eine klare Strategie notwendig.

Echte Auseinandersetzung wichtig

Wichtig sei vor allem auch, dass man sich mit dem Medium Social Media und dem “Gesprächspartner” ernsthaft auseinandersetze, sagte Mike Schwede vor den Teilnehmenden. Entsprechend sei es ungeeignet, den Lehrling damit zu beauftragen, mit Copy & Paste-Antworten auf Feedback von Kunden zu antworten, nur weil dieser mit dem Smartphone aufgewachsen ist. “Es ist wichtig, dass man jedes Feedback und jeden Post als Chance erkennt, um einen Dialog zu führen”, betonte Mike Schwede. Dies sei nur möglich, wenn man auf die Fragen und Feedbacks ernsthaft eingeht. “Nur wer den Dialog führt, aktiv und kompetent, der profitiert und hat einen Nutzen“.

Gerade für Consultants sind gemäss Mike Schwede auch Linkedin und Youtube geeignet. Je nach Ausrichtung und persönlicher Zielgruppe auch Twitter oder andere Kanäle. Nicht zu vernachlässigen ist auch Whats-App. “Jeder hat das App auf dem Smartphone und wenn man persönliche Botschaften hat, sind solche Kanäle perfekt”, erklärte Schwede. Hinzu komme, dass Bots in Zukunft via Messenger- Applikationen funktionieren. “Hier spielt die Musik in der Zukunft”, ist Mike Schwede überzeugt.

Das Ziel sollte aber sein, die Leser auf die eigene Webseite zu bringen, um ihnen dort einen Benefit im Austausch gegen die E-Mail-Adresse zu offerieren. Die sozialen Medien helfen so nicht nur, sich in Erinnerung zu halten, sondern auch um Leads zu generieren. Wobei es primär immer um den Dialog, das Selfbranding und den Mehrwert gehen sollte, betonte Schwede.

Reger Austausch mit dem Publikum

Die Teilnehmenden im Schweizerhof nutzten die Gelegenheit und stellten Mike Schwede diverse Fragen. Auf die Frage, ob auf Social Media die eigene Person oder die Firma im Vordergrund stehen sollte, sagte Schwede: “Es ist wichtig zu unterscheiden über welchen Kanal und Absender kommuniziert wird. Auf dem persönlichen Account darf es ein Mix aus privaten und Firmen-Tweets sein. Auf den Unternehmenskanal sollte es hingegen sachlich sein.” Auf die Frage, welche Risiken er bei Social Media sehe, sagte Schwede, dass das grösste Risiko sicherlich beim User liege. “Es ist deshalb wichtig, die Mitarbeitenden zu schulen. Und zwar alle Mitarbeiter, denn soziale Medien sollte auch durch alle betrieben werden und nicht nur vom Social Media-Manager.” Auch Fake News seien eine zunehmende Bedrohung, wobei es hier schnell zu reagieren gelte und gewisse Szenarien eingeplant werden sollten. “Wichtig ist, auch auf negative Kommentare vorbereitet zu sein.” Diese brauche es aber auch, um dem Kunden das Gefühl zu geben, sich objektiv informiert zu haben. Eine Frage aus dem Publikum ging auf den nicht zu vernachlässigbaren Aufwand für die Pflege von Social Media ein. “Die Lösung ist, die Arbeit auf verschiedene Mitarbeitende zu verteilen. Auch mit sogenanntem Snackable Content können Ressourcen geschont werden. So sollte zum Beispiel nicht alles aus der Studie in einem Post geteilt werden”, erklärte Mike Schwede. Statt 20 Tipps in einen Blogpost zu verpacken, mache es beispielsweise Sinn über 5 Wochen je 4 Tipps zu bringen.

Autor: Charly Suter, charly@kmu-digitalisierung.com 

Vorstand Consulting Cluster