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Bitcoin ist in aller Munde. Nach einem gewaltigen Kursanstieg, kam die Korrektur. Seither steigt der Kurs wieder. Das wirklich Interessante ist dabei nicht mal der Bitcoin, sondern die Technologie: Blockchain. Diese zu verstehen und richtig einzusetzen, ist eine grosse Chance für KMU und Consultants.

Denn eigentlich sollten wir nicht über Bitcoins sprechen, sondern über die Blockchain. Diese Technologie erlaubt es, Transaktionen zwischen Parteien sicher abzuwickeln. Wenn es um Transaktionen geht, dann geht es um den Tausch von Waren/Dienstleistungen gegen Geld. Genau dies passiert auf der Blockchain und wird mittels Token wie dem Bitcoin bezahlt. Nun muss man wissen, wie die Tokens entstehen. Ohne hier in die Tiefe gegen zu wollen, sind sie eine Art Gegenleistung für das zur Verfügung stellen von Rechnerkapazität im dezentralen Blockchain Netzwerk. Denn um die Transaktionen zu verifizieren, sprich sicher zu machen, bedarf es einer 8fachen Überprüfung. Wer seinen Rechner dafür bereitstellt bekommt dafür Bitcoins oder andere Tokens. Dieser Sachverhalt wird mit dem Begriff «Minnen» umschrieben.

Dies eröffnet neue Gedankenspiele, denn so können kleinere und mittlere Stromproduzenten bei negativen Strompreisen nicht das Netz, sondern Rechner bedienen und verdienen mehr. Ähnlich verhält es sich in China. Entgegen der Mähr, dass in China wegen des tiefen Strompreises geminnt wird, ist es eher so, dass die Minning-Farmen dort entstanden sind und zwar in unmittelbarer Nähe zu Kraftwerken, neben denen Fabriken geplant waren, aber nie gebaut wurden.

Wozu aber all die Tokens?

Wir brauchen nicht mehr Tokens um des Tokens willen. Wichtig ist, dass ein Zweck damit erfüllt wird. So sehen wir dies bei den ICO’s, den Initial Coin Offerings. Sprich der Erstausgabe von Coins aka tokens. Wie bei einem IPO werden hier erstmalig Token vergeben für eine Leistung. Braucht es dies überhaupt? Wir haben ja einen funktionierenden Kapitalmarkt? Diese Frage mag sich der Eine oder Andere stellen. Korrekt. In der Schweiz ist dies so, aber wir müssen nicht weit reisen und dann ist dies schon wieder ganz anders. Die Finanzierung von Unternehmen, Projekten oder des Handels ist nicht in jedem Land so gut organisiert wie in der Schweiz. Aber in der Schweiz ist er auch vielleicht zu gut organisiert. Denn die Kosten für ein IPO sind mit der Prospekt-Pflicht recht hoch. Bei einem ICO bestehen diese Reglungen bisher nicht, ein Whitepaper genügt.

Entsprechend sind die Regulatoren gefordert. Die FINMA hat jüngst entsprechende ICO-Richtlinien herausgegeben. Die neuen Regeln der FINMA geben den ICO die Möglichkeit, sich innerhalb regulatorischer Grenzen zu bewegen, die glücklicherweise nicht zu restriktiv sind. Dadurch kann die Crypto-Innovationskraft in der Schweiz weiter gedeihen. In den am 16. Februar veröffentlichten Richtlinien klassifiziert die FINMA drei Arten von Token und erläutert die jeweiligen regulatorischen Anforderungen: Zahlungs-Token, Anlage-Token und Nutzungs-Token.

Zahlungs-Token sind also Token, welche rein als Zahlungsmittel verwendet werden wie der Bitcoin. Regulatorisch werden diese in der Antigeldwäscheregelung (AML) geregelt. Anlage-Token werden zur reinen Kapitalbeschaffung herausgegeben und wie Wertpapiere behandelt, sprich eine Prospektpflicht besteht wie bei einem IPO.

Die 3te Kategorie wird jedoch spannend und eröffnet unter bestimmten Kriterien ein neues Spielfeld ohne Prospektpflicht. Dies ist gegeben, wenn die Herausgabe nicht der reinen Finanzierung dient, sondern der Token auch als Zahlungsmittel genutzt wird. Savedroid, ein deutsches Unternehmen ist hier ein entsprechendes Beispiel. SVD-Tokens können genutzt werden, um Dienstleistungen von Savedroid zu beziehen. Diese Herausgabe von Tokens hat also eine Art Crowdfunding-Charakter, wo zukünftige Leistungen vorbezahlt werden.

So entstehen neue Konzepte, neue Anwendungsbereiche und diese sind per se Chancen, Dinge neu zu denken und zu konzipieren. Für Anleger und Investoren gilt sicherlich nach wie vor der Hinweis, dass es besser ist, in Konzepte zu investieren, wo Realwerte und Wertschöpfung dahinter stehen als auf Währungen, aka Bitcoins, zu spekulieren. Dies ist hingegen aber nicht neu. Auch beim Handel mit Dollars oder dem Südafrikanischen Rand handelt es sich um Spekulation und nicht um Investitionen.

Alles neu?

Es wird daher sicherlich nicht alles neu dank oder mittels Blockchain, aber es wird sich verändern. Entsprechend lohnt es, sich mit diesem Thema frühzeitig auseinander zu setzen und die Chancen zu erkennen und zu auch zu nutzen. Damit Sie als Consultant hier ideal vorbereitet sind, organisieren wir am 23. Mai 2018 einen CC-Anlass zum Thema “Blockchain” im Hotel Schweizerhof Bern. Melden Sie sich schon jetzt an und reservieren sich unbedingt diesen Termin.

Zwischenzeitlich empfehlen wir Ihnen 2 Podcast-Folgen des deutschen «Payment und Banking» Podcast, die sich dieser Thematik widmen und Licht ins Dunkle bringen.

ICO in Deutschland

Bitcoin Rally

 

Autor: Charly Sutter, charly@kmu-digitalisierung.com

Vorstandsmitglied Consulting Cluster, Verantwortlicher Kommunikation